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Nehren - Panorama mit Kirschblütenzweig

Geschichte

1086 wurde Nehren erstmals genannt

Altes Schulhaus
Altes Schulhaus

Wer sich für das "Dorfalter" Nehrens interessiert, erfährt aus der amtlichen Kreisbeschreibung, dass Nehren 1086 erstmals urkundlich genannt wird. Im Jahre 1986 feierte das gesamte Dorf sein 900 jähriges Jubiläum im Rahmen einer historischen Rückblende mit einem Festzug und zahlreichen Veranstaltungen.

Siedlung und Gemarkung entstanden in der heutigen Form im 15./16. Jahrhundert bei der Zusammenlegung der beiden aneinander grenzenden Orte Hauchlingen und Nehren. Das Kirchdorf Hauchlingen lag am nordwestlichen Talhang der Steinlach und gehört mit seinem auffälligen endenden Ortsnamen zu den ältesten Siedlungen. Das sich von 1283 bis 1441 nach Nehren nennende niederadlige Geschlecht hatte einen Sparren im Wappen und war versippt mit dem Geschlecht der Horwer und den Leschers aus Kilchberg. Die Nerer führten das Wappen der Lescher , was vielleicht mit den Ehen der Adelheid Nererin mit Heinrich Lescher und der Tochter Reinhards von Nehren mit Konrad Lescher von Kilchberg zusammenhängt. Das 1909 von der Gemeinde Nehren angenommene Wappen zeigt in Rot einen silbernen Sparren und gilt als "Wappen der Herren von First".

Südöstlich von Hauchlingen lag der Siedlungskern von Nehren (1092 und 1150 in Villa Neron, 1387 Neran, um 1600 Nairen). Nachdem Hauchlingen wohl weitgehend vom Nachbardorf aufgesogen war, wurde die Vereinigung schließlich dadurch möglich, dass Nehren 1504 von der Pfarrei Ofterdingen zur Pfarrei Hauchlingen kam und Württemberg 1543 das Kirchenpatronat erwarb. Im Jahre 1558 fanden sich im Dorf 68 Herdstellen, 1729 zählte man 10 Hofstätten, 86 Wohnhäuser und 51 Scheunen, 1819 gab es 137 Wohn- und 82 Nebengebäude.

Eines der größten Grabfelder entdeckt

St. Veitskirche
St. Veitskirche

"Bei der Kappel" wurden im 18. Jahrhundert Reihengräber aufgedeckt. Nordöstlich über der Eisenbahnlinie Tübingen-Hechingen bildet ein Gelände aus der Hallstattzeit (etwa 800 bis 5. Jahrhundert v. Chr.) mit etwa 30 Grabhügeln eines der größten Gräberfelder im Landkreis Tübingen. Nehren besaß früher auch eine Burg. Während einer Grabung 1951 wurden in der Mitte der Oberfläche des Burghügels in der Flur "Weihergarten" die Grundmauern eines rechteckigen Gebäudes, vielleicht eines Steinhauses oder Wohnturmes, freigelegt. Sie reichen mehr als meterdick auf den Schiefer hinab.

Vieles gibt es aus der Geschichte über Nehren zu berichten. So litt der Ort wegen seiner Lage in der Nähe der durch das Steinlachtal führenden Schweizer Straße in Kriegszeiten ganz erheblich unter den Durchzügen von Truppen wechselnder Herren. Während des Dreißigjährigen Krieges plünderten die Soldaten des Grafen von Fürstenberg im gesamten Steinlachtal, 1634 nach der Schlacht von Nördlingen waren es die "Kaiserlichen". Nach dem Krieg wurden in Nehren 72 zerstörte Häuser und Scheunen gezählt. Anschauliche Einblicke in die Geschichte des Ortes und seiner Familien gibt eine „Dorfchronik“, die als bedeutendes Dokument der Spätaufklärung gelten kann. Verfasst hat sie 1838 der Pfarrer Friedrich August Köhler (1768-1844), der fast zehn Jahre als Vikar seines Vaters hier tätig war. "Neren", schrieb Köhler damals, "liegt zwei Stunden von Tübingen, 1345 Fuß über dem Spiegel des Meeres erhaben, von der Kunststraße, welche durch das Steinlachtal nach Hechingen läuft, nur 1/8 Stunde östlich entfernt. Es ist in der Länge gebaut und die Hauptstraße des Orts von Westen nach Osten 1/8 Stunde lang."

Vieles hat sich seitdem geändert, manches konnte bewahrt werden. Wer heute durch den Ort geht, ist sicherlich erfreut über die stattliche Zahl der schönen Fachwerkhäuser mit ihren charakteristischen Vordächern. Erfreulicherweise gibt es noch viele alte und sogar "sehr alte" Gebäude im Ort, deren Erbauung bis ins Jahr 1612 zurückliegt. Im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms wurden viele Gebäude im alten Ortskern saniert. Dabei gelang es vielfach, historische Bausubstanz zu erhalten. Auch in das neue Bürger- und Vereinshaus ist ein Fachwerkhaus integriert.

Denkmalpflegerischer Werteplan Gesamtanlage Nehren

Am 30. Januar 2017 wurde im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung der vom Landesamt für Denkmalpflege erstellte Werteplan für die Gesamtanlage Nehren vorgestellt und der Gemeinde überreicht.

Hier der Link zum Download auf der Seite des Landesamts für Denkmalpflege

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